Neonaziaufmarsch in Bielefeld

An Heiligabend marschierten rund 70 Neonazis im Osten Bielefelds auf, um gegen das dortige ArbeiterInnen Jugendzentrum (AJZ) zu demonstrieren. Hinter dem Aufmarsch stand der Mindener Neonazi Marcus Winter, der bereits im Jahr 2006 in Minden einen Aufmarsch zur Weihnachtszeit organisiert hatte.

Wie schon vor fünf Jahren wollte er sich damit an der Verhinderung eines vorherigen Aufmarsches revanchieren. Über 6.500 Menschen protestierten im Rahmen des Bündnisses “Bielefeld stellt sich quer” gegen die Provokation der Nazis.

Den vollständigen Artikel lesen

Advertisements

Neonazistisches „Heldengedenken“ in Dortmund

Im nordrhein-westfälischen Dortmund haben Mitglieder der dortigen rechten Szene aus dem Umfeld der „Autonomen Nationalisten“ ein so genanntes „Heldengedenken“ organisiert. Rund 80 Neonazis trafen sich in der Nacht vom zwölften auf den 13. November am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Dortmund-Hohensyburg um den im Zweiten Weltkrieg gefallenen deutschen Soldaten zu gedenken.

In der rechten Szene werden Wehrmachtsoldaten und SS-Mitglieder als Helden gefeiert und auf geschichtsverdrehende Weise als Opfer vermeintlicher Allierter Gräueltaten dargestellt.

Die unangemeldete Versammlung wurde im Vorfeld nicht öffentlich beworben und ausschließlich szeneintern bekanntgemacht.

Auch Mitglieder der „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ beteiligten sich an der Aktion als FackelträgerInnen. SzenekennerInnen werten die Teilnahme an der konspirativ organisierten Veranstaltung als einen weiteren Hinweis für die fortschreitende Vernetzung der Bückeburger Nazigruppierung innerhalb der bundesweiten Szene.


Hausdurchsuchungen bei Bückeburger Neonazis

Im Rahmen mehrerer Ermittlungsverfahren ist es am achten November zu Hausdurchsuchungen bei drei AnhängerInnen der Schaumburger Neonaziszene gekommen. Die betreffenden Personen sind Mitglieder der „Autonomen Nationalisten Bückeburg“, von denen seit mehr als einem Jahr Übergriffe und Anschläge im Schaumburger Land ausgehen.

 Neben körperlicher Gewalt gegen alternative Jugendliche hat es in den letzten Wochen gehäuft Anschläge auf Wohnhäuser und PKW gegeben. Neben Zwillengeschossen kamen dabei Sprengkörper bisher unidentifizierten Typs zum Einsatz. Spekulationen zufolge handelt es sich dabei um in Deutschland verbotenen Böller. Klar ist jedoch, dass diese über eine enorme Sprengkraft verfügen. Am 22. September etwa sprengten Neonazis in einem Vorort Bückeburgs eine US-Mailbox samt dazugehörigen Holzpfeiler.

Die Hausdurchsuchungen wurden offenbar vor diesem Hintergrund angeordnet. Neben Sprengstoff suchten die ErmittlerInnen jedoch anscheinend auch nach weiteren Waffen, die mit Übergriffen der „Autonomen Nationalisten“ in Zusammenhang stehen. Außerdem konfisziert wurden Computer und Mobiltelefone, über die die Aktionen geplant worden sein könnten.


Rechte Szene expandiert

Auch in den vergangenen Wochen kam es in Bückeburg zu zahlreichen Übergriffen und Anschlägen auf Wohnhäuser. Im Verlauf verschiedener Erntefeste wurden mehrere Personen durch Anhänger_innen der “Autonomen Nationalisten Bückeburg” zum Teil schwer verletzt. Doch auch in anderen Teilen des Landkreises ist die rechte Szene zunehmend aktiv. Offensichtlich sind die Neonazis bemüht auch außerhalb Bückeburgs in Schaumburg Fuß zu fassen. Der folgende Artikel gibt einen Überblick über die Ereignisse und Entwicklungen im Zusammenhang mit der neonazistischen Szene in den letzten Monaten.

Den vollständigen Artikel lesen

Rinteln – Neonazis schlagen mit Bierkrug zu

In der Nacht vom 13. auf den 14. August ist es auf dem diesjährigen Altstadtfest in Rinteln zu einem rechten Übergriff auf einen jungen Mann gekommen. Dieser war von einer Gruppe Neonazis zuerst angepöbelt worden, kurze Zeit später schlug einer der Männer mit einem Bierkrug auf dessen Gesicht ein. Das Opfer erlitt dabei Verletzungen im Gesicht und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die rechte Szene Schaumburgs hatte in der Vergangenheit vor allem in Bückeburg für Aufsehen gesorgt, ist jedoch zunehmend im gesamten Landkreis aktiv. Recherche Bückeburg sprach mit dem Opfer.

Den vollständigen Artikel lesen

Rechtsrockkonzert in Stadthagen

Am Abend des 30. April fand in Stadthagen ein Konzert der Rechtsrockband “Kategorie C – Hungrige Wölfe” statt. Rund 150 Personen nahmen an der Veranstaltung im “Clubhaus” des lokalen Chapters der “Red Devils” teil. Grund für das Konzert in Stadthagen war vor allem das Erscheinen des neuen Albums der Band, “Deutsche Jungs”.

Den ganzen Artikel lesen

Leserbrief

Die Verhältnisse in Bückeburg erregen offenbar auch außerhalb des Landkreises Aufmerksamkeit. Von einem Osnabrücker Studenten haben wir einen Leserbrief zugesandt bekommen. Dieser war ursprünglich an die Redaktionen der “Schaumburger Nachrichten” und der “Landeszeitung” gerichtet. Der Student bedauerte, dass die Zeitung sich nicht in der Lage sah, den Brief auf Grund seines Umfanges zu veröffentlichen und nur eine gekürzte Version angenommen wurde. Da auch die gekürzte Version bisher nur in der “Landeszeitung” am Samstag, dem 26.03.2011 abgedruckt wurde, veröffentlichen wir nun den gesamten Text auf unserer Website.

Für freuen uns über eine solche Resonanz.

Der Leserbrief ist ab sofort unter “Material” als PDF-Datei einzusehen.

Redaktion “Recherche Bückeburg”