Im Rahmen mehrerer Ermittlungsverfahren ist es am achten November zu Hausdurchsuchungen bei drei AnhängerInnen der Schaumburger Neonaziszene gekommen. Die betreffenden Personen sind Mitglieder der „Autonomen Nationalisten Bückeburg“, von denen seit mehr als einem Jahr Übergriffe und Anschläge im Schaumburger Land ausgehen.
Neben körperlicher Gewalt gegen alternative Jugendliche hat es in den letzten Wochen gehäuft Anschläge auf Wohnhäuser und PKW gegeben. Neben Zwillengeschossen kamen dabei Sprengkörper bisher unidentifizierten Typs zum Einsatz. Spekulationen zufolge handelt es sich dabei um in Deutschland verbotenen Böller. Klar ist jedoch, dass diese über eine enorme Sprengkraft verfügen. Am 22. September etwa sprengten Neonazis in einem Vorort Bückeburgs eine US-Mailbox samt dazugehörigen Holzpfeiler.
Die Hausdurchsuchungen wurden offenbar vor diesem Hintergrund angeordnet. Neben Sprengstoff suchten die ErmittlerInnen jedoch anscheinend auch nach weiteren Waffen, die mit Übergriffen der „Autonomen Nationalisten“ in Zusammenhang stehen. Außerdem konfisziert wurden Computer und Mobiltelefone, über die die Aktionen geplant worden sein könnten.