Nachdem sie ihre eigene Website geschlossen hatten, wichen die Nazis auf bestehende Strukturen aus und veröffentlichten ihre „Aktionsberichte“ auf dem Internetportal der regionalen Kameradschaftsszene.

Über diese Zeit wuchs die Mitgliederzahl der Gruppe auf 15. Zusätzlich gewannen sie rund 15 junge MitläuferInnen. Diese teilen nicht nur deren verquere Weltanschauung, sondern unterstützen die Gruppe auch aktiv bei geplanten Tätigkeiten.
Mitglieder der “Aktionsgruppe” beteiligen sich immer wieder an öffentlichen Naziaufmärschen, wie z.B. an der in Berlin am 1. Mai. Diese Veranstaltungen bereisten sie zusammen mit einschlägigen Mitgliedern aus dem Netzwerk „Westfalen Nord“.
Mit dem Wissen wer sie in ihrem Anliegen unterstützt, nämlich verurteilte Neonazis aus Schaumburg, OWL und der Region Hannover, stieg die Gewaltbereitschaft der Bückeburger Neonazis zusehends.

Ein entscheidender Umbruch war der Überfall auf einen Mann in der Petzer Straße am 28.08.2010. An diesem Abend hatten die Nazis mehrere “KameradInnen” aus umliegenden Städten nach Bückeburg eingeladen. Als sie die Neonazis vom Treffpunkt an der Petzerfeld-Schule Richtung Stadt führten, meinten sie einen politischen Gegner ausgemacht zu haben. Der zwanzigköpfige Mob griff den Mann auf offener Straße mit Flaschenwürfen an und zwang ihn schließlich mit Schlagstockhieben, Tritten und Faustschlägen zu Boden. Aufgrund schwerer Verletzungen musste er anschließend im Krankenhaus behandelt werden.

Ende 2010 nahm die rechte Gewalt an Qualität und Quantität noch einmal drastisch zu.
So wurden in Bückeburg Morddrohungen verschickt. NazigegnerInnen fanden in ihren Briefkästen Trauerschleifen und Werbung für ein Bestattungsunternehmen, in denen das Wort „Hausbesuche“ handschriftlich hervorgehoben wurde.

Bei der bloßen Androhung von “Hausbesuchen” jedoch blieb es nicht.

Am 01.01.2011 griffen knapp 20 teils vermummte Personen die Wohnung eines Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Bückeburger Innenstadt an. Sie riefen rechte Parolen und beschädigten mit Flaschenwürfen dessen Fensterscheiben. Dabei wurde unter anderem auch die Glasscheibe einer weiteren Anwohnerin zerstört.

Andere Stadt gleiche Motive: Am 28.11.2010 gegen 2.15 stürmte eine Gruppe von fünf bist acht Vermummten den „Hamburger Hof“, eine Kneipe in der Mindener Altstadt. Dort fand gerade eine Reggae-Party statt. Sie brüllten nationalsozialistische Parolen, beleidigten Besucher als „Zecken“ und zerstörten große Teile der Inneneinrichtung. Als sich einer der Gäste mündlich zu Wehr setzte, wurde er rücksichtslos niedergeschlagen. Die TäterInnen konnten unerkannt fliehen.

Zurück Weiter

Advertisements

0 Responses to “Seite 2”



  1. Leave a Comment

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s




Advertisements

%d bloggers like this: