Auch in Bückeburg kam es immer wieder zu Übergriffen:

Am 10.12.2010 griffen vier Rechte eine Gruppe alternativer Jugendlicher an, die sich gerade auf dem Weg zu einer Party befanden. Nachdem einer der Jugendlichen zu Boden gegangen war, traten die Nazis mehrmals auf sein Gesicht ein. Dabei erlitt er einen Nasenbeinbruch und mehrere Platzwunden, außerdem verlor er drei Schneidezähne.

Genau eine Woche vor Heiligabend verwehrte eine Gruppe von Partygästen einem jungen Punker den Zutritt zu einer Geburtstagsfeier auf dem Gelände der Kronenwerke. Nachdem sie ihn die Eingangstreppe herunter getreten hatten, zogen sie auf dem Hof so genannte Teleskopschlagstöcke und drohten ihm mit weiterer Gewalt, falls er das Gelände nicht verließe. Nach der Tat riefen sie rechte Parolen. Die Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung.

Am ersten Weihnachtstag arrangierten Mitglieder des Netzwerks “Westfalen Nord” in Vallstedt im niedersächsischen Landkreis Peine ein Rechtsrockkonzert mit einschlägig bekannten Bands. Mitglieder der Bückeburger Naziszene traten dort nicht nur als BesucherInnen in Erscheinung, sondern beteiligten sich aktiv an der Organisation der Veranstaltung.

Am frühen Silvesterabend 2010 schlugen gegen 21.00 Uhr drei vermummte Nazis mitten in der Bückeburger Innenstadt einen Antifaschisten nieder. Sie benutzen Schlagstöcke und Schlagringe und fügten dem Jugendlichen erhebliche Verletzungen zu. Er musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden.

Am späten Abend des 08.01.2011 zogen bis zu 40 Neonazis vermummt und bewaffnet durch die Bückeburger Innenstadt. Dabei kam es zu einem erneuten Angriff auf ein Wohnhaus, sowie auf einzelne PassantInnen, die für alternative Jugendliche gehalten wurden. Bei der Attacke auf das Wohnhaus wurden mit Pflastersteinen und Zwillengeschossen mehrere Fensterscheiben zerstört.

Die hier genannten Übergriffe können als exemplarisch für den Umgang Rechtsradikaler mit ihren – realen oder eingebildeten – GegnerInnen gelten. Sie stellen jedoch nur einen Ausschnitt dessen dar, was sich vor allem im vergangenen Jahr diesbezüglich zugetragen hat. Neben den beschriebenen Übergriffen kam und kommt es regelmäßig zu Hetzjagden und Angriffen auf Personen in Bückeburg.

Festzuhalten ist, dass die Gewaltbereitschaft der Bückeburger Naziszene gerade im letzten Quartal des vergangenen Jahres massiv angestiegen ist.

Die Neonaziszene in der Stadt ist ein interessanter Bezugspunkt für viele Bückeburger Jugendliche. Die Zahl ihrer AnhängerInnen und SympathiesantInnen wächst beständig. Und infolgedessen auch die Bedrohung für alle Menschen, die nicht in den Fokus ihres ideologischen Tunnelblickes passen:

Denn auf das Weltbild des Nationalsozialismus folgt zwangsläufig die Ausübung von Gewalt gegen andere. Alternative Jugendliche, MigrantInnen oder Menschen, die sich dieser Vernichtungsideologie in den Weg stellen werden gezielt eingeschüchtert und attackiert.

Doch gerade deshalb ist es notwendig sich Neonazis offensiv entgegenzustellen und ihre Machenschaften an die Öffentlichkeit zu tragen.

Informiert Euch selbst und andere, mischt Euch ein und tretet den Nazis entschlossen gegenüber.

Sorgt dafür, dass es in Bückeburg keinen Platz für Nazis gibt!

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